Die Einspeisevergütung liegt 2026 bei rund 7,78 Cent pro kWh. Energy Sharing bringt dir bis zu 25 Cent. Wir zeigen dir den Vergleich Schritt für Schritt.
Mit Energy Sharing mehr verdienen als mit Einspeisevergütung
Zuletzt aktualisiert: April 2026
7,78 Cent pro kWh Einspeisevergütung. Dein Nachbar zahlt 32 Cent für genau denselben Strom. Energy Sharing schließt diese Lücke - und macht aus deinem Solarstrom 2-3x mehr Ertrag.
Solarstrom Einspeisevergütung 2026 vs. Energy Sharing - die Zahlen auf einen Blick
Modell | Vergütung pro kWh | Aufwand | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|
Einspeisevergütung (Teileinspeisung, bis 10 kWp) | 7,78 ct | Niedrig, gesetzlich geregelt | Sofort, 20 Jahre |
Einspeisevergütung (Volleinspeisung, bis 10 kWp) | 12,34 ct | Niedrig, gesetzlich geregelt | Sofort, 20 Jahre |
Energy Sharing (Verkauf an Nachbarn) | 18-25 ct (typisch 20 ct) | Mittel, über Plattform | Ab 1. Juni 2026 |
Bei 10 kWp und 8.000 kWh Einspeisung pro Jahr: rund 622 Euro mit Teileinspeisung gegenüber etwa 1.600 Euro mit Energy Sharing. Quellen: Bundesnetzagentur EEG-Fördersätze, §42c EnWG.
Stand: April 2026. Die Einspeisevergütung wird halbjährlich abgesenkt - wir aktualisieren diesen Artikel quartalsweise.
Was bringt die Einspeisevergütung 2026?
Die Einspeisevergütung ist 2026 niedriger als je zuvor. Das hat einen einfachen Grund: Sie war als Anschub für den PV-Markt gedacht. Dieser Anschub hat funktioniert.
Aktuelle Sätze (Februar bis Juli 2026)
Teileinspeisung bis 10 kWp: 7,78 ct/kWh
Teileinspeisung 10-40 kWp: 6,73 ct/kWh
Volleinspeisung bis 10 kWp: 12,34 ct/kWh
Volleinspeisung 10-100 kWp: bis 10,56 ct/kWh
Quelle: Bundesnetzagentur, EEG-Fördersätze. Die Sätze sinken alle sechs Monate um ein Prozent. Zwischen August 2026 und Januar 2027 fallen sie auf rund 7,71 ct/kWh bei der Teileinspeisung.
Was die Einspeisevergütung ausmacht
Die Einspeisevergütung ist eine staatlich garantierte Abnahmevergütung. Du bekommst sie 20 Jahre lang in der Höhe, die zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme galt. Das ist planbar und sicher.
Aber: Sie kennt nur eine Richtung. Strom rein ins Netz, Geld raus. Wer den Strom kauft und zu welchem Preis, ist nicht dein Thema. Das war lange vernünftig - heute lässt du damit Geld liegen.
Das Problem mit der Einspeisevergütung
Die Lücke zwischen dem, was du bekommst, und dem, was dein Nachbar zahlt, ist groß geworden. Drei Dinge fallen besonders auf:
1. Die Sätze sinken weiter. Seit 2024 alle sechs Monate um ein Prozent. Wer 2026 anschließt, bekommt deutlich weniger als jemand, der 2022 angeschlossen hat.
2. Kein Bezug zum echten Strompreis. Dein Nachbar zahlt rund 32 Cent pro kWh (Verbraucherzentrale: Stromtarife). Du bekommst 7,78 Cent. Die Differenz von rund 24 Cent geht an Netzbetreiber, Energieversorger und Staat - nicht an dich oder deine Nachbarn.
3. Kein Community-Effekt. Die Einspeisevergütung schiebt deinen Strom anonym ins Netz. Dass deine PV-Anlage Mieter im Haus gegenüber günstiger versorgen könnte: technisch möglich, vorher aber nicht erlaubt.
Was ist Energy Sharing?
Energy Sharing ist seit 1. Juni 2026 in §42c EnWG geregelt. Du teilst deinen Solarstrom direkt mit Nachbarn im selben Verteilnetz. Der Strom wird viertelstündlich über das Smart Meter zugeordnet. Mehr dazu im Pillar-Artikel: Was ist Energy Sharing?.
Die Idee ist einfach: Statt anonym ins Netz einzuspeisen, verkaufst du an Menschen, die du kennst. Zu einem Preis zwischen Einspeisevergütung und Haushaltsstrompreis. Beide Seiten gewinnen.
Der Vergleich: Einspeisevergütung vs. Energy Sharing
Kriterium | Einspeisevergütung | Energy Sharing |
|---|---|---|
Vergütung pro kWh | 7,78-12,34 ct | 18-25 ct (typisch 20 ct) |
Laufzeit der Vergütung | 20 Jahre fix | Vertrag mit Community/Plattform |
Aufwand für Anlagenbetreiber | Sehr niedrig | Niedrig (Plattform übernimmt) |
Voraussetzung Smart Meter | Nicht zwingend | Ja (intelligentes Messsystem) |
Räumliche Bindung | Keine | Gleiches Verteilnetz-Gebiet |
Community-Nutzen | Kein | Hoch (Nachbarn sparen mit) |
Zukunftssicherheit | Sinkt halbjährlich | Stabil bis steigend |
Verfügbar ab | seit 2000 | 1. Juni 2026 (§42c EnWG) |
Energy Sharing ist nicht überall sofort möglich. Du brauchst ein intelligentes Messsystem (iMSys) und Nachbarn im selben Verteilnetz. Aber wenn die Voraussetzungen passen, ist der Unterschied deutlich.
Beispielrechnung: 10 kWp Anlage
Nehmen wir eine typische Anlage: 10 kWp auf dem Dach, Eigenverbrauch von 30 Prozent, Überschuss von 8.000 kWh pro Jahr.
Szenario A: Reine Netzeinspeisung (Teileinspeisung)
Eingespeiste Menge: 8.000 kWh
Vergütung: 7,78 ct/kWh
Einnahmen pro Jahr: 622,40 Euro
Szenario B: Energy Sharing über Plattform
Geteilte Menge: 8.000 kWh
Erlös aus Verkauf an Nachbarn: 20 ct/kWh
Einnahmen pro Jahr: 1.600 Euro
Differenz pro Jahr: 977,60 Euro
Über 20 Jahre summiert sich der Unterschied auf rund 19.500 Euro - bei der gleichen Anlage und der gleichen Strommenge. Die Zahlen sind konservativ gerechnet. Bei höherem Energy-Sharing-Tarif (etwa 25 ct/kWh) liegt die Differenz noch deutlich höher.
Wichtig: Die 20 ct sind ein realistischer Mittelwert. Den genauen Tarif vereinbart die Energy-Sharing-Plattform mit dir und deinen Abnehmern. Unser Team in der Schweiz betreibt Energy-Sharing-Plattformen seit 2023 und sieht typische Range zwischen 18 und 25 Cent pro kWh.
Muss ich die Einspeisevergütung aufgeben für Energy Sharing?
Nein. Energy Sharing und Einspeisevergütung schließen sich nicht aus. Du kannst beides parallel nutzen.
Der Strom, den du im Energy Sharing teilst, wird nicht über die Einspeisevergütung abgerechnet. Der Rest, den niemand in deiner Community gerade braucht, geht weiter ins Netz und bekommt die normale Einspeisevergütung. Das nennt man Hybridmodell.
In der Praxis sieht das so aus:
PV-Anlage produziert Strom.
Eigenverbrauch deckt deinen Haushalt.
Überschuss geht zuerst an die Energy-Sharing-Community.
Was übrig bleibt, geht als Einspeisung ins Netz.
Du behältst die EEG-Vergütungssicherheit für die Reststrommenge und holst gleichzeitig den höheren Energy-Sharing-Erlös für den geteilten Anteil. Mehr zur Praxis findest du in Strom an Nachbarn verkaufen.
Voraussetzung: Ein intelligentes Messsystem trennt sauber, welcher Strom in welche Richtung fließt. Ohne iMSys läuft Energy Sharing nicht.
Häufige Fragen zu Solarstrom Einspeisevergütung und Energy Sharing
Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?
Seit Februar 2026 bekommst du bei einer neuen PV-Anlage bis 10 kWp 7,78 Cent pro kWh für Teileinspeisung und 12,34 Cent pro kWh für Volleinspeisung. Bei größeren Anlagen sinkt der Satz für jede zusätzliche kWp-Stufe. Die Werte sind 20 Jahre garantiert ab Inbetriebnahme. Quelle: Bundesnetzagentur.
Lohnt sich Energy Sharing mehr als Einspeisen?
Bei den aktuellen Sätzen ja. Energy Sharing bringt typisch 20 Cent pro kWh, Einspeisevergütung 7,78 Cent. Bei 8.000 kWh Überschuss pro Jahr macht das rund 977 Euro Unterschied. Voraussetzung: Du hast ein intelligentes Messsystem und Abnehmer im selben Verteilnetz-Gebiet.
Kann ich Energy Sharing und Einspeisevergütung kombinieren?
Ja. Was du über Energy Sharing teilst, läuft über deine Plattform. Der Rest geht als Einspeisung ins Netz und bekommt weiter die Einspeisevergütung nach EEG. Beide Modelle laufen parallel auf derselben Anlage. Das nennt man Hybridmodell.
Ab wann gilt Energy Sharing in Deutschland?
Seit dem 1. Juni 2026 ist Energy Sharing in §42c EnWG geregelt. Damit sind Verteilnetzbetreiber verpflichtet, das Teilen von Strom innerhalb ihres Bilanzkreises technisch zu unterstützen. Ab Juni 2028 wird der Geltungsbereich auf direkt benachbarte Verteilnetz-Gebiete erweitert. Quelle: §42c EnWG.
Was passiert mit meiner bestehenden Einspeisevergütung, wenn ich zu Energy Sharing wechsle?
Sie bleibt für den Anteil bestehen, der weiter ins Netz geht. Du verlierst die EEG-Vergütung nicht. Du bekommst sie nur nicht doppelt - also nicht zusätzlich zum Energy-Sharing-Erlös für dieselbe kWh. Die 20-Jahres-Garantie auf deinen ursprünglichen Vergütungssatz läuft normal weiter.
Brauche ich für Energy Sharing eine neue PV-Anlage?
Nein. Bestehende Anlagen können teilnehmen, sobald ein intelligentes Messsystem installiert ist. Der Einbau wird vom grundzuständigen Messstellenbetreiber organisiert. Pflicht ist das iMSys ohnehin für Anlagen ab 7 kWp.
Du willst Energy Sharing nutzen?
Pyrpose Energy startet 2026 in Deutschland. Wer früh dabei sein will, sichert sich auf der Warteliste den Platz für die ersten Quartiere und bekommt regelmäßige Updates zur Gesetzeslage und zum Marktstart. Wir verkaufen keine Wärmepumpen, keine Speicher und keine PV-Anlagen - wir senken die Stromkosten dahinter.
Quellen und weiterführende Links:
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